On the Road mit Kleinkind

On the Road mit Kleinkind

Wir haben die letzten beiden langen Wochenenden „On the Road“ verbracht. In unserem fast 30 Jahre alten Wohnmobil Horsti machten wir uns nicht nur für einige Tage auf zur Ostsee, sondern über Pfingsten auch auf eine längere Reise nach Reutlingen in Baden-Württemberg.

Dort heiratete meine Schwester in großem Open-Air-Festival-Stil. Auch wenn das Wetter nicht wirklich mitspielte, es kalt und verregnet war, so konnte man dem nur eines entgegensetzen: Gummistiefel und Funktionsjacken! Weiterlesen

Saltwater Sandals – Für Mama und Sohn

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Ich habe mir selbst und meinem Kleinen ein je ein wunderbares Paar Sandalen gegönnt. Auf dem tollen DIY-Blog Was für mich habe ich Claudis begeisterten Post gelesen, in dem  sie von ihren Salt-Watersandals schwärmt.

Ich selbst bin schon eine Weile auf der Suche nach guten Kindersandalen aus Leder für meinen Michel Lönneberga. Es ist ziemlich schwer ein gutes und schönes Paar Sandalen für kleine Jungs zu finden. Meistens gibt es seine Größe nicht (er trägt derzeit eine 22), oder sie sind ausschließlich blau und haben direkt irgendwelche Auto-Aufdrucke aus dem Film Cars.

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Diese hier sind ganz anders, sie sehen einfach fantastisch retro aus und das beste ist, dass man eine Vorlage ausdrucken kann, und den Fuß des Kindes ausmessen kann, so dass man nicht blindlings drauf los bestellt. Denn eine Grüße 22 beim einen Hersteller, die passt, kann bei einem anderen schon zu eng sein.

Da das Leder beschichtet ist, dürfen die Sandalen sogar ins Wasser und wenn man sich im Internet mal so „umhört“, wird die Qualität und Langlebigkeit des Leders überall hoch gelobt.

Ich bin sehr gespannt, wann mein Paket ankommen wird und warte jetzt voller Vorfreude.

Habt ihr eine Schuhmarke, von der ihr besonders überzeugt seid?

Wirbelwind-Urlaub im Mai

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Im letzten Jahr haben wir uns ein altes Wohnmobil gekauft. Wir tauften es Horsti und beschlossen, mit unserem kleinen Wirbelwind fortan Camping-Touren zu starten.

Wir sind nicht so flexibel, wenn es um unseren Familienurlaub geht. Beruflich bedingt muss mein Partner meist auf spontane Kurztrips umspringen. Und da soll Horsti uns ein mobiler Begleiter sein. Im September waren wir bereits an der Ostsee und auch dieses Jahr ging es für uns über Himmelfahrt für 4 Tage nach Prerow.

Ich bin sehr froh darüber, dass mein kleiner Michel Lönneberga so gern mitfährt und auch keinerlei Probleme hatte in seiner Kuschelkoje zu schlafen. Wenn ich nur an unsere letzten Hotelbesuche denke, oh je. Da hat niemand geschlafen. Auch nicht die Nachbarn!

So ein Campingtrip mit Wohnmobil ist definitiv Lönneberga-tauglich! Wenn er um Punkt 6 aufwacht und sofort ruft: „Anziehen!“ – dann tun wir das eben und heizen erst mal eine Stunde mit ihm und seinem Laufrad über den Campingplatz. Ich scherze hier übrigens nicht. Die Power-Batterie geht sofort volle Kanne los. Und Frühstücken kann man auf diese Weise Prima am Meer. Wir haben morgens einen Bollerwagen vollgepackt und sind an den Strand gelaufen. Dort haben wir ein langes Frühstück genossen und der Kleine konnte buddeln und sich in einem Radius von 150 Metern um uns herum bewegen. (Habe ich schon mal erwähnt, dass mein Sohn einen ausgeprägten Freiheitsdrang besitzt?).

Man lernt ständig nette Menschen kennen, man grüßt sich untereinander und abends sitzt man vielleicht sogar mit seinem Wohnmobil-Nachbarn bei einem schönen Glas Wein zusammen und plaudert, so wie es bei uns der Fall war.

Mal sehen, wie oft wir Horsti diese Sommersaison nutzen werden. Aber unsere bisherigen bescheidenen Erfahrungen haben uns gezeigt, dass es für Kili einfach das Beste ist, wenn wir viele Möglichkeiten haben ihm Freiraum einzuräumen und spontan und flexibel sein können. Er ist einfach kein Kind, was sich mal für ein paar Stunden ruhig und entspannt mit ein Paar Lego-Steinen beschäftigt. Er ist IMMER in Bewegung und er braucht dafür viel Platz. In Hotels oder Pensionen haben wir bisher die Erfahrung gemacht, dass wir alle ein wenig verrückt dort werden. Aber so … ideal.

Der Babyspeck muss weg

3Ich hatte ja schon berichtet, dass ich mich in meinem Körper nicht mehr wohl fühle. Und ich habe schon ein paar Diäten probiert, die mich immer wieder in den Jo-Jo-Effekt getrieben haben. Verzicht löst bei mir aus, dass mein Körper nur darauf lauert, dass ich einen kleinen Moment schwach werde. Dann schlinge ich aus dem nichts alles Mögliche ein mich hinein.

Vor meiner Schwangerschaft habe ich bereits erfolge mit Weight-Watchers-Online erzielt. Zu der Zeit, war mein Leben aber auch völlig anders. Da hatte ich genug Zeit mich mit mir selbst und meinen Bedürfnissen auseinander zu setzen. Mein Problem ist ja hauptsächlich, dass ich mit dem Essen meinen Stress kompensiere. Und natürlich die Tatsache, dass ich meine Schwangerschaftskilos nie wirklich losgeworden bin.

Heute habe ich mich entschieden, noch einen Versuch mit Weight-Watchers zu wagen. Ich habe einen 3-Monatspass für das Online-Programm gekauft und 39,90 Euro dafür bezahlt. Ich wäre auch gern zu den Treffen gegangen, aber ich habe Bedenken, dass ich die Termine nicht regelmäßig wahrnehmen kann. Mein Partner arbeitet im Schichtdienst, deshalb bin ich sehr unflexibel was Termine angeht, bei denen ich meinen Sohn nicht mitnehmen kann. Also versuche ich es auf dem Online-Weg. Die App und die Community reichen hier hoffentlich als Motivation und Unterstützung.

Ich bin gespannt und halte meine Erfahrungen hier auf dem Blog fest. Aber keine Sorge, es wird sich hier nicht grundlegend alles verändern. Es ist und bleibt ein Mama-Blog. Und Mama will halt grade etwas abnehmen🙂

20 Monate – Kleinkind Update

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Mein Sohn ist 20 Monate alt und es scheint, als wäre bei ihm nun ein regelrechter Knoten geplatzt. Er ist seit einigen Wochen sichtlich zufriedener. Endlich kann er sich sprachlich besser ausdrücken, so dass ich ihn schnell verstehe und auch motorisch klappt alles viel besser. Dazu kommt das schöne Frühlingswetter und unser toller Garten, so dass das Draußenkind endlich artgerecht leben kann😀

Ich gebe einfach mal den altbekannten Überblick:

Essen

Kili isst neuerdings abends gern wieder Milchbreie. Grießbrei oder Milchreis. Brot lässt er liegen und auch seine geliebten Baby-Bel-Käse sind ihm nicht mehr wichtig. Dafür liebt er neuerdings Apfel („Apfe“) und Würstchen. Manchmal bekommt er noch ein Milch-Fläschchen, wenn er besonders quengelig ist. Ansonsten trinkt er gern Fencheltee und Wasser.

Schlafen

Seit einigen Wochen geht Kili nun später ins Bett, so gegen 19:30. Das hat zur Folge dass er nachts nur noch selten wach wird. 18 Uhr war wohl einfach zu früh für ihn. Es ist eine regelrechte Erholung für uns, endlich die Nacht über durchschlafen zu können. Er ist aber noch immer ein Frühaufsteher, aber das bin ich auch.

Sprechen

Heute war ich beim Entwicklungsgespräch bei der Kita. Sie dokumentieren dort auch seinen Wortschatz und sind mittlerweile bei 50 Wörtern angekommen. Kili hat die wichtigsten Begriffe drauf, kann sich mitteilen. Er spricht auch alles nach, was er hört und lernt schnell.

Beispiele: Bagger, Trecker, Tatütata, Pferd, Hund, Schwein, Willi (der Hund meiner Eltern), Kaka, Hunger und auch Sachen wie Aussteigen! (wenn ich das Auto parke), Draufsetzen (wenn er schaukeln möchte). Heute hat er seine Arme wie ein Vögelten bewegt und sagte dabei Fliegen. Das fand ich schon echt überraschend. Das sind ja keine Bezeichnungen für konkrete Gegenstände mehr, sondern erste Verben.

Kita

Es läuft derzeit sehr gut in der Kita. Er geht gern hin, spielt gern mit den anderen Kindern, flitzt gleich jubelnd rein und wird an der Türschwelle von seinem Kumpel abgeholt. Bei dem Entwicklungsgespräch habe ich mal nach dem Hauen gefragt, was wir zu Hause derzeit als sehr schwierig empfinden. Er hat bei jedem Frust, oder droht mit seiner Hand und tritt auch. Seine Erzieherin berichtete mir, dass es zur Zeit auch in der Gruppe ein Thema ist, Kili aber bisher nicht weiter damit aufgefallen ist. Scheinbar verarbeitet er das dann zu Hause. An uns natürlich. Klasse:/

Abgesehen davon bin ich sehr zufrieden wie es dort läuft. Er hat viel Freiraum, wird liebevoll aber konsequent behandelt, darf viel raus, was für ihn sehr wichtig ist. Er hilft auch immer den Erzieherinnen beim Tische abwischen. Das ist typisch für Kili, er will immer helfen.

Charakterzüge

Kilian wurde von seiner Erzieherin so beschrieben: „Wissbegieriger, lebhafter und besonders mutiger Junge“. Und damit trifft sie es gut. Er ist immer 100% in Action. Zum Schlafen plumpst er dann quasi einfach um. Bis dahin ist aber Power angesagt. Am besten ist es, mit Kili draußen zu sein, die Natur zu genießen, sportliche Aktivitäten zu machen. Grenzen machen ihn schnell wütend, er braust dann schnell auf und kriegt gern Wutanfälle.

Neuerdings hat er aber auch Freude am Malen und mit Puzzleteilen zu spielen. Er fängt auch langsam an, Türmchen zu bauen und schafft es länger, sich alleine zu beschäftigen. Er schafft es seit einigen Wochen auch, sich mal zu entspannen, und etwas zu kuscheln, was mich sehr glücklich macht, denn es gab eine Phase, da lehnte er es ab. Er wollte nicht gebremst werden, kam einfach nicht runter.

Er liebt seinen Ball, spielt erstaunlich gut Fußball (immer mit dem linken Fuß), was mich wirklich beeindruckt. Er liebt es auch mit seinem Bobbycar oder seinem Pukylino zu fahren und geht sehr gerne mit dem Hund seiner Großeltern spazieren. Überhaupt liebt er seine Großeltern und sagt schon Oma oder Opa, wenn ich mit dem Auto nur in den Ort hinein fahre, in dem sie leben. Das erkennt er sofort.

Er ist sehr aufmerksam, was seine Umgebung betrifft. Er ist der einzige Junge seiner Gruppe, der beim Spielen im Buddelkasten einen Vogel im Baum beobachtet. Er erkennt Pferde auf einer Koppel, die mehrere hundert Meter von der Straße entfernt ist. Er zeigt auf jedes Flugzeug am Himmel, entdeckt Ameisen im Gras. Er saugt seine Umwelt regelrecht auf, interessiert sich für so vieles. Immer möchte er helfen. Aufräumen, fegen, Blumen gießen, Tisch abwischen …

Mit 20 Monaten ist es momentan wirklich entspannter als noch vor einigen Monaten. Es ist zwar immer noch ein Kraftakt, wenn man mit Kili irgendwo hin muss, wo er ruhig sitzen müsste oder eben nicht wild und frei umher rennen kann (Arztbesuche, Besuche bei Freunden und Verwandten, die viel Dekoration im Wohnzimmer zu stehen haben, Einkaufen gehen …), aber es ist schon viel besser. Mein kleiner Wirbelwind.

Eine wirklich tolle Entwicklung ist, dass er beginnt, Bücher zu lieben. Wir gucken uns täglich mehrere Bücher an, er hat seine Lieblingsbücher und holt sie alleine aus seiner Bücherkiste. Es ist so niedlich das zu beobachten. So langsam hört er auch zu, wenn ich vorlese, sonst wollte er immer nur, dass ich die Tiere oder Gegenstände auf den Bildern benenne.

Und seine Schleichtiere mag er auch gern. Er beginnt nun langsam mit Rollenspiel. Manchmal deckt er mir auch den Tisch mit Tupperschüsseln und dann soll ich aufessen🙂

Jetzt beginnt so langsam der Sommer, das ist wunderbar. Viel frische Luft für meinen kleinen Michel aus Lönneberga

 

 

Bekenntnisse einer Schoko-Mum

Introducing

Oh ja, dachte ich nach dem Lesen dieses Posts beim Blog Hauptstadtmutti. Genau so geht es mir!

Ich muss es zugeben, ich bin eine wirkliche Fressraupe geworden! Mein Sohn ist nun 20 Monate alt. In der Schwangerschaft habe ich 23 kg zugenommen. Noch immer sind es 7 kg mehr als ich ursprünglich hatte. Und ich fühle mich definitiv nicht wohl in meinem Körper. In diesem Post soll es nicht um die totale Selbstkritik gehen oder darum, dass ich mich irgendwelchen Idealen unterwerfen möchte. Ich mach einfach nur mal reinen Tisch, denn spätestens seit gestern kann ich nicht mehr abstreiten, dass ich unglücklich damit werde, wie ich  meinen Körper vernachlässige.

Gestern waren wir im Schwimmbad. Mein Partner,  mein Sohn und ich. Und statt es zu genießen, empfand ich ein konstantes Gefühl des Unwohlseins. Solange ich mich vorteilhaft kleide, ist es nicht weiter dramatisch. Aber mein nackter Körper, nur von einem Badeanzug bedeckt, zeigt mir meinen Umgang mit mir selbst ganz klar auf.

Im ersten Jahr mit Baby habe ich mir selbst keine großen Vorgaben gemacht. Ich habe keine Sportkurse besucht und meine Figur war mir wirklich egal. Ich habe ein Kind geboren, ich war Mama. Das war wichtig. Wenn ich wieder arbeite, wird es schon von alleine wieder was werden. Dann werden die Pfunde purzeln ohne dass ich eine Diät oder Sport machen müsste.

Im der Realität habe ich sogar noch zwei weitere Kilo zugenommen. Ich habe einen Job, der mir oft keine Zeit lässt, gesund zu essen. Also komme ich oft ausgehungert nach Hause und schlinge etwas in mich hinein, was sicher nicht gesund ist. Oder gehe hungrig einkaufen, schnell nach der Arbeit bevor ich den Kleinen aus der Kita hole. Dann gibt es gleich erst mal ein Snickers im Auto auf dem Heimweg. Die Stunde die ich zwischen Arbeit und Kind-Abholen habe, genieße ich gern auf der Couch und gucke ne Serie oder lese was. Und in der Hand irgendwas leckeres. Essen entspannt mich. Und irgendwie hat es sich für mich so eingebürgert, das bisschen Zeit für mich selbst mit was leckerem zu Essen zu ergänzen.

Wenn der Kleine dann zuhause ist, habe ich volles Programm. Kili ist sehr lebhaft und fordernd. Ich bin oft, vor allen in den letzten 6 Monaten, schon am frühen Abend fix und fertig. Momentan bekommt er abends oft Milchreis oder Griesbrei, weil er sonst kaum was isst und nachts hungrig aufwacht. Und ich esse natürlich immer mit. Manchmal merke ich es gar nicht, zack-zack Teller leer und rein in den Spüler damit. Wenn der Kleine im Bett ist, mache ich den Haushalt, bereite die Brote für den nächsten Tag vor und koche für mich und meinen Freund. Meistens Soulfood mit viel Kohlenhydraten. Diese Momente die wir abends zusammen haben, will ich genießen und in meinem Kopf gehört es zusammen. Die Wärme des leckeren Gerichts im Bauch, ein Glas Rotwein und auf die Couch mit dem Liebsten, Fernsehen. Warum noch ins Fitnessstudio, wenn man doch schon völlig fertig ist und nur diese paar Stunden Abends gemeinsam hat?

Und betrachtet man diese Rituale und denkt sich noch den einen oder anderen Schokoriegel als Snack, das eine oder andere Eis, am liebsten direkt aus dem Bottich, kuschelnd auf der Couch, so ist es doch kein Wunder, dass man dick wird. Und es ist sicherlich nicht gesund, was ich hier tue, abgesehen von dem ästhetischen Aspekt.

Es ist nicht mein After-Baby-Body, der mich stört. Denn es ist kein After-Baby-Body mehr. Es ist ein Körper, den ich vernachlässige. Ich füttere mich selbst mit Leckereien, es entspannt mich, spendet mir auch Trost, wenn ich mich verkriechen will. Und sorgt dafür, dass ich mich im Schwimmbad so unwohl fühle, dass ich lieber auf der Liege sitzen will, als mit meinem Sohn zu spielen.

Ich weiß, dass sich etwas ändern muss. Aber wie stelle ich es an? Ich denke nur ungern an den 1.1.2016 zurück, als ich mich direkt bei Weightwatchers anmeldete und bei Gymondo. Ich habe beides nicht durchgehalten, habe mir erst mal einen Muskel beim Situp-Training verletzt und kam jeden Tag über meine WeightWatchers-Punkte. Total frustriert gab ich wieder auf und hatte hinterher sogar noch mehr auf der Waage.

Warum mache ich keinen Sport? Ich will die Zeit nicht opfern, so sieht es aus. Ich fühle mich oft sehr erschöpft, da erhole ich mich lieber auf der Couch. Also versuche ich an zwei Tagen in der Woche mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Es ist ein Anfang und ich erhoffe mir, dass ich es steigern kann. Was das Essen betrifft, werde ich mich mal ein wenig einlesen und hoffe, dass mein Freund mitmacht, wenn wir die Ernährung umstellen.

Wie sieht es bei dir aus? Hast du deinen Schweinehund schon im Griff? Hast du Tipps für mich oder eine Blog-Empfehlung?

Bücher – Es geht so langsam los :)

  Ich selbst bin eine Leseratte. Schon immer liebte ich Bücher und wollte auf jeden Fall meinem Sohn nahebringen, wie wundervoll das Lesen ist. Mein Kleiner jedoch fand im ersten Jahr Bücher nur als Zahnungshilfe interessant (es gibt so einige zerknabberte Exemplare bei uns) und bis ca 1,5 Jahren sollte sich da auch nicht all zu viel verändern.

Seit einigen Wochen allerdings keimt bei Kili die Bücherliebe auf, die ich mir so für ihn gewünscht habe. Seine tollen Hör-Mal-Bücher vom Carlsen Verlag machten den Anfang. Er kennt mittlerweile den Inhalt aller dieser Bücher und sucht sie gezielt aus. Mal ist ihm nach „Bagger“, dann holt er das Buch mit den Fahrzeugen. Dann wieder mag er „Affe“ und holt das Buch über wilde Tiere. Es ist wirklich zauberhaft zu sehen, wie er sich darüber freut.

Ich habe auf meinem Youtube-Kanal ein Video dazu, das ihr euch hier ansehen könnt.

18 Monate – Mein Kleinkind und ich

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Ein Kleinkind ist schon eine Nummer für sich.

Persönlich fand ich ja das erste Jahr mit Baby durchaus easy-peasy. Zumindest blieben größere Probleme aus, ich kam in den allermeisten Fällen gut zurecht und war tatsächlich rundum zufrieden und glücklich.

Als Working-Mom sieht das ganze oft etwas anders aus. Plötzlich habe ich das Gefühl weder meiner Mutterrolle noch meinem Job so wirklich entsprechen zu können. Und ich habe einen Wirbelwind zuhause! Einen Wirbelwirbelwirbelwind!

Immer wenn ich „Wildfang“ in mein Handy eingebe, zum Beispiel beim Schreiben einer lustigen WhatsApp-Anekdote über Kilians neuste Streiche, schreibt mein Handy ‚Wolfgang“! Ich habe also einen kleinen Wolfgang zuhause.

Das zeigt sich in den verschiedensten Situationen. Abgesehen von Action Nonstop gibt es bei uns auch sehr viel Geschrei. Wutanfälle, die berüchtigten mit Auf-Den-Boden-Werfen (gern in der Öffentlichkeit, soll ja ordentlich unangenehm sein), kennen wir hier zu Genüge und auch schon durchaus seit einigen Monaten.

Kuscheln ist nicht, mein Kind hat die meiste Zeit den Turbo-Gang eingelegt, da ist für sowas keine Zeit. Pause für Mama und Papa, Fehlanzeige! Macht doch den Haushalt gefälligst wenn ich im Bett bin, was habt ihr euch denn so?! Das scheint sich der kleine Mann öfter Mal zu denken und macht dann ordentlich Rabatz.

Kilian ist nicht nur ein Wirbelwind, er ist auch extrem mutig. Er kennt einfach keinerlei Ängste. Er reitet gern auf unserem Pferd, unter ner Halben Stunde bekommt man ihn dort nicht mehr runter. Er fährt Bobbycar mit einem Affenzahn. Lässt man ihn im Schwimmbad einmal von der Hand setzt er schon zur Arschbombe ins große Becken an. Er springt von der dritten Treppenstufe einfach nach unten. Er will Autoscooter fahren, richtig hoch schaukeln und seinem Papa beim Autoschrauben helfen. Er nimmt sich eine Heugabel und rackert im Pferdestall los, so wie er es vorher beobachtet hat.

Wie schon als Baby habe ich auch bei meinem Kleinkind nun das Gefühl, dass er einfach gern ein paar Zwischenstufen auslassen möchte. Alles schon wie die Großen machen, das wäre super.

Der Vollständigkeit halber reiße ich hier mal ein paar Themen an, die man so bei einem Update bespricht🙂

Essen: 

Kilian isst vom Familientisch. Er bekommt alles was wir auch essen und kann schon immer besser mit Besteck essen. Eine Zeit lang hatten wir hier eine Ich-Schmeiße-Mein-Essen-Phase, die sich zum Glück langsam den Ende zu neigt. Er liebt noch immer Käse, am liebsten Gouda. Auch Bananen sind immer noch hoch im Kurs. Kekse mag er sehr gern, Schokolade bekommt er nicht, weil er dann nur noch „Mehr,Mehr,Mehr!“ schreit. Gurken werden ebenfalls sehr gemocht.

Schlafen:

Schlafen war bei uns noch nie so der Hit. Im ersten Jahr hat Kili eigentlich nie durchgeschlafen. Dann folgten immer mal wieder Phasen mit mehreren Wochen 12 Stunden Schlaf am Stück. Darauf folgten wieder Wochen der unruhigen Nächte. Wir denken eigentlich kaum noch darüber nach, nur wenn es mal wieder ganz schlimm ist und er so um die 4 Mal wach wird und weint, dann sind wir am nächsten Tag wie gerädert.

Kili schläft in seinem eigenen Bett und Zimmer. Wir würden uns ein Familienbett wünschen aber dann schläft der Kleine nicht und wir auch nicht. Also keiner.

Einschlafen läuft problemlos, Kili wird gegen 18:00 Uhr hundemüde und schläft gegen 18:30 sofort ein, sobald man ihn ins Bett legt.

Sprechen:

So langsam geht es mit seiner Sprache voran. Wir hatten die letzten Wochen schon oft das Gefühl, dass es ihn frustriert, sich nicht mitteilen zu können.

Er spricht Wörter wie: Mama, Papa, Oma, Auto, Mehr, Alle-Alle, Wau-Wau, Miau und neu ist jetzt Kita.

Kita

Kilian geht 35 Stunden in die Kita. Momentan kann ich ihn Mittwochs als Mittagskind abholen, was mich sehr glücklich macht. Denn obwohl er gern hingeht, merke ich, dass er oft sehr gestresst nach Hause kommt. Manche Tage laufen prima, und an anderen Tagen weint er viel und ist schnell gefrustet. Das belastet mich auf mehreren Ebenen natürlich sehr. Er hätte vielleicht noch mehr Zeit gebraucht, bevor er zur Kita geht. Oder täglich zum Mittag abgeholt werden. Leider kann ich das in meinem Job nicht gewährleisten und stehe damit oft in Konflikt.

Charakterzüge:

Sein Name bedeutet „Krieger“, und der Name ist Programm🙂

Kili ist mutig, selbstbewusst, interessiert, lustig … manchmal sehr jähzornig und ungeduldig. Aber auch sehr mitfühlend, wenn es mir zum Beispiel nicht so gut geht, oder sich jemand aus der Familie irgendwo weh getan hat. Kili liebt Tiere und ist sehr lieb mit ihnen. Auch im Umgang mit anderen Kindern ist er sehr sozial. Er testet gerne seine Grenzen aus, und testet auch gerne immer wieder, ob die Grenzen denn noch aktuell sind. Dabei kann er sehr willensstark sein, das ist oft nicht so leicht. Besonders interessiert er sich für Autos und Werkzeug und ist ein absolutes Draußen-Kind. Bei Wind und Wetter ist es draußen am besten. Buddeln oder Papa am Auto helfen, beim Pferd sein, mit dem Hund der Großeltern spazieren gehen …

 

Als Fazit des letzten halben Jahres kann ich für mich sagen, dass ich meine Elternzeit vermisse. Ich gehe zwar sehr gern arbeiten, aber ich habe auch oft ein schlechtes Gewissen. Obwohl ich Teilzeit arbeite, habe ich einen ungünstigen Stundenplan und schaffe es nur an einem Tag der Woche Kili vor dem Mittagsschlaf nach Hause zu holen. Die Phase, die unser Leben derzeit bestimmt, ist oft sehr anstrengend. Das vernebelt manchmal meinen Blick und mir entgehen die Zaubermomente. Ich hoffe, das ist auch bei mir „nur eine Phase“, und ich bekomme bald alles besser unter einen Hut, so dass ich wieder achtsamer werde. Die Zeit ist einfach zu Kostbar …

 

 

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Ein Brief an meinen Sohn

Mein kleiner Schatz,
Ich wünsche dir ein sonniges Leben, mit vielen wahwahs, Bananen und raschelndem Laub. Du erdest mich jeden Tag, zeigst mir was wichtig im Leben ist.

Ich wünsche dir ein Leben in Sicherheit, in dem du dich selbst entfalten kannst, in dem du Spuren hinterlassen kannst, auf all deinen wegen.

Ich wünsche dir, dass du im Herzen immer weißt wo dein zuhause ist, dass dein Papa und ich immer ein Hafen für dich sind.

Bitte bleib so lustig, lebensfroh und wild. Entwickle keine Ängste vor der Welt, die dein Leben beengen. Bleibe so mutig und neugierig und behalte deinen Blick nach vorn.

Du bist wundervoll und genau richtig! Strebe nicht nach Perfektion, sondern glaube an dich, so wie du bist!

❤️

2 Monate Working Mom

Ich arbeite wieder. Seit zwei Monaten jongliere ich meine beruflichen Verpflichtungen und mein Leben als Mama. Gelingt es mir? Irgendwie schon. Gelingt es mir gut? Naja …

Nach einer sehr schwierigen Eingewöhung habe ich tatsächlich an meiner Entscheidung gezweifelt. Ich wollte wieder arbeiten. Aber ich musste es auch. Wir haben ein Haus gebaut, das muss abbezahlt werden. Entscheidungen im Leben, die Konsequenzen mit sich ziehen. Einer alleine kann das nicht wuppen. Aber auch ohne diesen „Zwang“ hätte ich sicherlich ebenso wieder Lust gehabt, in meinen Job als Lehrerin zurück zu kehren. Aber dieses „Doppelleben“ habe ich mir wirklich leichter vorgestellt.

mittlerweile geht Kilian gern in die Kita. Er flitzt morgens in seinen Gruppenraum und spielt den ganzen Tag und ha Freude, lernt viel von den anderen Kindern. Ich hingegen habe oft das Gefühl, dass alles nur an mir vorbei rast. Ich stehe um 5:30 auf, mache mich fertig, wecke Kili spätestens um 6. ab 6:45 ist er in der Kita und ich düse zur Schule. dort wirbelt mich dieser spezielle Mikrokosmos wie wild hin und her und um 14:30 hole ich meinen Lütti wieder ab. Uns bleiben 4 Stunden bevor er wieder ins Bett geht.

Meine Unterrichtsvorbereitung mache ich abends, wenn ich eigentlich nur noch schlafen will oder am Wochenende, wenn ich eigentlich nur mit meinem Kind zusammen sein will.

Kili schläft noch immer nicht verlässlich durch. Horror, wenn man wieder arbeiten muss. Wenn man nicht wie ein Zombie aussehen sollte und wenn man an tausend Dinge denken muss.

Es ist nicht leicht. Ich liebe meinen Job, aber mein Kind lieb ich mehr. Deshalb ist mein Unterricht nicht mehr so super wie vorher. Ich habe keine Zeit und keine Kraft für perfekte Stunden. Ich will mein Kind nicht wegschicken, weil ich ne perfekte Stunde Basteln will. Nein. Ich will Mama sein und ich arbeite nicht mehr nur für den Job an sich. 

Nach 8 Wochen habe ich nun Ferien und komme ein wenig zur Ruhe. Ab morgen bleibt Kili auch zu Hause mit mir. Er fehlt mir so sehr. Mein kleiner Lütti…